Aktuelle Pressemeldung

24. Feb 2021

Aktuelle Pressemeldung

Den Wunsch vieler Menschen nach einem tierischen Gefährten, spürt derzeit auch das Tierheim Sigmaringen und das Tiernestle Bad Saulgau. Auch wenn die Tierschützer sich über das große Interesse freuen, warnen sie auch vor der leichtfertigen Anschaffung eines Tieres.

„Die Freundschaft zu einem Tier ist etwas ganz Besonderes. Tiere bringen Freude, sie schenken Wärme und Zuneigung. Dinge, nach denen sich viele gerade sehnen. Dennoch darf dies nicht dazu verleiten, sich leichtfertig ein Tier anzuschaffen! Ein Tier braucht volle Aufmerksamkeit – auch nach Lockdown und Homeoffice, wenn Bars und Cafés wieder öffnen und der Sommerurlaub vor der Tür steht. Sie sind nicht nur ein Zeitvertreib in Pandemiezeiten, sie sind eine Verantwortung fürs Leben“, sagt der verantwortliche Martin Grillenberger.

Bisher wurden nur vereinzelt Tiere im Tierheim abgegeben. Die Sorge vor einer Abgabewelle von unüberlegt beim Züchter oder im Zoofachhandel gekaufter Tiere ist jedoch groß. „Wir als Tierheim prüfen vor einer Adoption genau, ob Tier und Mensch auch wirklich zusammenpassen und das Tier das Zuhause-für-immer vorfindet, das es verdient, so Martin Grillenberger weiter. Die Suche in einem Onlineportal für Kleinanzeigen scheint da manchen Interessenten leider als der vermeintlich einfachere Weg. Doch dieser Weg kann sich schnell als Albtraum entpuppen. Über Online-Anzeigen verkaufte Welpen stammen vielfach aus Vermehrerzuchten in Osteuropa, wo die Tiere unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden. Die Welpen werden viel zu früh von der Mutter getrennt und nach Deutschland gebracht. Die meisten von ihnen sind krank, viele sterben – oft auch kurz nach der Übergabe an den neuen Halter. Die Verkäufer hinter den Anzeigen bleiben anonym und sind nach der Übergabe nicht mehr auszumachen. Die Tierschützer appellieren daher an jeden Interessenten, kein Tier über eine Onlineanzeige zu kaufen. Sollte man das Gefühl haben, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, ist das Veterinäramt oder im Notfall die Polizei zu informieren. Auch Tierhalter, deren Welpen nach dem Kauf erkranken, sollten diese Fälle melden. „Wir können nur dazu raten, sich bei der Entscheidung für ein Tier Zeit zu nehmen und sich eingehend zu informieren. Im Tierheim werden sich die Mitarbeiter bemühen, einen passenden Schützling zu finden“, so Martin Grillenberger.

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